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Information des Rhein Erft Kreis zur Hitzewelle

Präventionsempfehlungen für Bürgerinnen und Bürger des Rhein-Erft-Kreises

Extreme Hitzeperioden zählen in der Gefahrenabwehr zu der Klasse der hydrometeorologischen Naturgefahren. Unter Naturgefahren können pauschal alle Prozesse und Phänomene der Natur verstanden werden, die eine Gefahr für den Menschen, sein Leben, seine Existenz und sein Arbeitsumfeld darstellen und möglicherweise als weitere Folge Umweltschäden, Störungen der Wirtschaft und des sozialen Lebens mit sich führen. Durch Naturereignisse, zu denen auch extreme Hitzeperioden zählen, können sich unter Umständen Handlungseinschränkungen oder sogar Handlungsunfähigkeiten in einem flächenmäßig großen betroffenen Gebiet ergeben und Auswirkungen auf die medizinische Versorgung der Bevölkerung haben. Mit den folgenden Informationen weist der Rhein-Erft-Kreis als zuständige Gefahrenabwehr- bzw. Katastrophenschutzbehörde auf mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen bei extremen Hitzeperioden hin und zeigt gleichzeitig auch Präventionsmöglichkeiten auf.

 

Medizinische Hitzeschäden können auftreten, wenn der Körper nicht mehr in der Lage ist, eine Überwärmung zu kompensieren bzw. sich über den körpereignen Wärme- und Wasserhaushalt selbst zu regulieren. Ein Regulationsmechanismus des Körpers ist beispielsweise die Schweißabgabe. Die Schwitzgrenze liegt beim Menschen knapp oberhalb von 30 Grad. Steigt die Umgebungstemperatur weiter an, so kann das Schwitzen unter bestimmten Umständen gegen die Überhitzung nicht mehr ausreichen. In solchen Fällen kann die Körperkerntemperatur rasch ansteigen. Sehr hohe Temperaturen und eine Überhitzung des Organismus können zu Schäden am zentralen Nervensystem oder auch an lebenswichtigen Organen führen. In Extremfällen können Überhitzungen sogar zum Tod führen.

Verschiedene Faktoren beeinflussen die Fähigkeit des Körpers, sich selbst während extremer Hitzeperioden zu regulieren. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann z.B. der Schweiß nicht so schnell verdunsten und der Körper dadurch schlechter abkühlen. Neben der hohen Luftfeuchtigkeit spielen Risikofaktoren wie z.B. das Alter, Adipositas, Fieber, Flüssigkeitsmangel, Herzerkrankungen, Geisteskrankheiten, Kreislaufschwäche, Sonnenbrand, aber auch der Konsum von Alkohol und Drogen, bei extremen Hitzeperioden eine ausschlaggebende Rolle. Da gesundheitliche Beeinträchtigungen und Todesfälle durch extreme Hitze vermeidbar sind, ist es wichtig zu wissen, welche Personengruppen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind und welche Präventionsmaßnahmen ergriffen werden können.

Ältere und hilfsbedürftige Menschen, Säuglinge, Babys und Kleinkinder sowie Menschen mit geistigen und chronischen Erkrankungen sind besonders anfällig für Hitzeschäden. Jedoch können auch junge und gesunde Menschen Hitzeschäden erleiden, wenn sie körperlich anstrengende Tätigkeiten oder Aktivitäten bei extrem hohen Temperaturen nachgehen. Der Aufenthalt in kühlen, am besten klimatisierten, Räumen sollte die erste Maßnahme bei extremer Hitze sein. Outdoor-Freizeitaktivitäten und auch berufliche Tätigkeiten bei direkter Sonneneinstrahlung müssen während extremer Hitzeperioden im Einklang mit der Fähigkeit des Körpers stehen, sich selbst regulieren zu können.

Wichtige Verhaltenshinweise

  • Ältere Menschen (ab 65 Jahren und älter), Babys sowie Kinder und Menschen mit chronischen und/oder geistigen Erkrankungen (wie z.B. Demenz) sind anfälliger für Hitzeschäden.

  • Trinken Sie (leicht) gekühlte, nichtalkoholische Getränke und erhöhen Sie Ihre Flüssigkeitszufuhr, unabhängig vom Grad Ihrer körperlichen Tätigkeit. Ideal sind verdünnte Saftschorlen, lauwarmer Hagebuttentee, Melissentee oder Kümmeltee. 

  • Vermeiden Sie heiße, fette und blähende Speisen und bevorzugen Sie lieber frisches Gemüse und Obst.

  • Halten Sie sich vorwiegend im Schatten oder kühlen Räumlichkeiten auf.

 

Weitere Information als PDF finden Sie hier .......