{"id":292,"date":"2007-08-31T07:18:26","date_gmt":"2007-08-31T07:18:26","guid":{"rendered":"http:\/\/rettungsdienst-wesseling.de\/?p=292"},"modified":"2007-08-31T07:18:26","modified_gmt":"2007-08-31T07:18:26","slug":"frauen-am-zug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feuerwehr-wesseling.de\/?p=292","title":{"rendered":"Frauen am Zug"},"content":{"rendered":"<p>Frauen sind in der Feuerwehr noch immer unterrepr\u00e4sen\u00adtiert. Der Anteil der weiblichen Angeh\u00f6rigen im aktiven Dienst ist in den vergangenen Jahren langsam auf derzeit circa sieben Prozent gestiegen. Dabei ist in den alten Bundesl\u00e4ndern der Anteil mit knapp sechs Prozent im Durchschnitt dabei deutlich niedriger als in den neuen Bundesl\u00e4ndern, wo er bei rund elf Prozent liegt. Eine st\u00e4rkere Beteiligung ist in den Jugendfeuerwehren zu verzeichnen. Dort sind durchschnittlich mehr als 20 Prozent der Mitglieder M\u00e4dchen, wobei hier kein gro\u00dfer Unterschied zwischen den neuen und alten Bundesl\u00e4ndern festzustellen ist.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>Langfristig strebt der Deutsche Feuerwehrverband an, den jetzigen Mitgliederstand der Feuerwehrfrauen im aktiven Dienst zu verdoppeln. M\u00e4dchen und Frauen sollen verst\u00e4rkt f\u00fcr b\u00fcrgerschaftliches Engagement gewonnen werden. Letztlich h\u00e4ngt davon auch ab, die Leistungsf\u00e4higkeit des Brand- und Katastrophenschutzes langfristig zu sichern. <\/p>\n<p> Damit dies gelingt, wurde im Jahr 2005 vom DFV unter Beteiligung der Deutschen Jugendfeuerwehr ein For\u00adschungsprojekt \u201eM\u00e4dchen und Frauen in der Feuerwehr\u201c initiiert. Mit finanzieller Unterst\u00fctzung des Bundesminis\u00adteriums f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend ging ein Forschungsteam (Prof. Angelika Wetterer, Dr. Margot Poppen\u00adhusen, Dr. Anja Voss) zun\u00e4chst einmal auf die Suche nach Gr\u00fcnden f\u00fcr das Fernbleiben von Frauen in der Feuerwehr. Diese lagen beispielsweise in der mangelnden Vereinbarkeit von Ehrenamt und Familie, aber auch in den Umgangsfor\u00admen sowie in der mangelnden Sichtbarkeit von Feuerwehr\u00adfrauen als ein ganz normaler Bestandteil der Feuerwehr. <\/p>\n<p> Anschlie\u00dfend wurden Leitlinien f\u00fcr Modellprojekte entwickelt, die die Integration von M\u00e4dchen und Frauen in die Feuer\u00adwehr f\u00f6rdern. Den Abschlussbericht der Forscherinnen gibt es als Download sowie auf einer CD, die beim Bundesminis\u00adterium kostenfrei angefordert werden kann. Zudem wurde der Bericht allen Stadt-, Kreis- und Landesfeuerwehrverb\u00e4n\u00adden zugesandt. In einem Folgeprojekt im Rahmen des Programms \u201eGenera\u00adtions\u00fcbergreifende Freiwilligendienste\u201c des Bundesministe\u00adriums f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend werden die Modellprojekte durch geeignete Ma\u00dfnahmen umgesetzt. Dazu geh\u00f6rt etwa eine bessere \u00d6ffentlichkeitsarbeit f\u00fcr Feu\u00aderwehrfrauen ebenso wie bundesweite Regionalkonfe\u00adrenzen, auf denen M\u00f6glichkeiten zur Fortbildung und Ver\u00adnetzung angeboten werden. Auch eine Bundeskonferenz f\u00fcr die Deutsche Jugendfeuerwehr wurde durchgef\u00fchrt. Hinzu kommt der Internetauftritt www.feuerwehrfrauen-netz\u00adwerk.org, auf der Veranstaltungshinweise, Handreichungen, Kontaktdaten und Fachempfehlungen ver\u00f6ffentlicht werden. Einen weiteren Baustein bilden die Handreichungen zu den Themen \u201eVereinbarkeit von Beruf und Ehrenamt\u201c, \u201eVerein\u00adbarkeit von Familie und Ehrenamt\u201c, \u201eSchwangerschaft und Feuerwehrdienst\u201c sowie \u201e\u00dcbertritt statt Austritt \u2013 \u00dcbergang von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung\u201c. Auch diese Materialien wurden an die Basis versandt \u2013 die anhal\u00adtend hohe Nachfrage sowie die Zahl der Downloads von der Website zeugt vom Bedarf und Interesse vor Ort. <\/p>\n<p> Die organisationsinternen Ma\u00dfnahmen werden durch Veran\u00adstaltungen auf L\u00e4nderebene weitergef\u00fchrt: Vom Truppf\u00fch\u00adrerlehrgang mit Kinderbetreuung (Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt) \u00fcber teils l\u00e4nder\u00fcbergreifende Regio\u00adnalkonferenzen und die Schulung f\u00fcr geschlechtergerechte \u00d6ffentlichkeitsarbeit bis hin zur Begleitung des \u00dcbergangs von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung. Hinzu kommen Schulungen f\u00fcr Multiplikatorinnen und Multiplika\u00adtoren und ein Mentoring-Projekt. Die Feuerwehr-Jahresaktion \u201eFrauen am Zug\u201c erg\u00e4nzt nun diese eher nach innen gerichteten Ma\u00dfnahmen. Vielfach ist das Bild der Feuerwehr in der \u00d6ffentlichkeit nicht zeitgem\u00e4\u00df: Freiwillige Feuerwehr beinhaltet heutzutage nicht mehr nur Feuer l\u00f6schen wie vor \u00fcber 150 Jahren, als die ersten Feuerwehren von ehrenamtlich engagierten Menschen gegr\u00fcndet wurde. Das Einsatzspektrum hat sich vor allem in den letzten Jahren gewaltig vergr\u00f6\u00dfert. Um das Netz der hel\u00adfenden H\u00e4nde am Leben zu erhalten, ben\u00f6tigen wir Einsatz\u00adkr\u00e4fte, die in ihrer Vielseitigkeit dem vielf\u00e4ltigen Ein\u00adsatzgeschehen gleichkommen \u2013 die Feuerwehr-Jahresaktion \u201eFrauen am Zug\u201c ist hier ein weiterer Schritt auf dem richti\u00adgen Weg. <\/p>\n<p> Mehr Infos unter <a href=\"http:\/\/www.frauen-am-zug.de\/\">www.Frauen-am-Zug.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen sind in der Feuerwehr noch immer unterrepr\u00e4sen\u00adtiert. Der Anteil der weiblichen Angeh\u00f6rigen im aktiven Dienst ist in den vergangenen Jahren langsam auf derzeit circa sieben Prozent gestiegen. 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